ADHS-Therapie für Erwachsene in München

ADHS-Therapie
für Erwachsene
in München

Was Therapie leisten kann

Struktur statt Dauerkampf.

ADHS lässt sich nicht wegtrainieren — der Umgang damit sehr wohl. In der Verhaltenstherapie in meiner Praxis in München-Bogenhausen entwickeln wir Strategien für Planung, Fokus und Emotionsregulation, die zu Ihrem Leben passen. Fehlt bislang eine gesicherte Diagnose, klären wir das zu Beginn mit standardisierten Verfahren ab.

Behandlung, die über Medikation hinausgeht.

Medikamente können Symptome lindern, ersetzen aber keine Fertigkeiten. Psychotherapie setzt dort an, wo es im Alltag konkret hakt — bei Selbstorganisation, Aufschieben, Reizverarbeitung und dem Umgang mit Frustration. Beides lässt sich gut kombinieren; Termine finden in München oder online statt.

Selbstorganisation

Struktur, die auch an schlechten Tagen trägt.

Planen, priorisieren, dranbleiben: Wir entwickeln Routinen und externe Strukturen, die nicht von Tagesform oder Motivation abhängen — vom Umgang mit Terminen und Aufgabenlisten bis zur realistischen Zeitplanung.

Aufschieben

Vom Vorsatz ins Handeln kommen.

Chronisches Aufschieben ist kein Motivationsproblem, sondern eine Schwierigkeit im Starten und Umschalten. In der Therapie arbeiten wir mit konkreten Techniken, die den Einstieg in Aufgaben erleichtern und Vermeidung unterbrechen.

Emotionsregulation

Reaktionen verstehen und steuern lernen.

Schnelle Frustration, Stimmungsschwankungen und hohe Kränkbarkeit gehören für viele zum ADHS-Alltag. Verhaltenstherapeutische Methoden helfen, Auslöser früher zu erkennen und Reaktionen bewusster zu steuern.

Innere Unruhe

Das Gedankenkarussell verlangsamen.

Anhaltende innere Anspannung, Schwierigkeiten mit Stille und Reizoffenheit lassen sich gezielt behandeln — mit Achtsamkeits- und Regulationsübungen sowie einer Tagesgestaltung, die Erholung wirklich ermöglicht.

Beruf & Leistung

Leistungsfähig bleiben, ohne auszubrennen.

Viele Erwachsene mit ADHS kompensieren jahrelang — bis Anforderungen steigen oder Strukturen wegfallen. Wir arbeiten an Arbeitsorganisation, Grenzen und Belastungssteuerung, gerade in anspruchsvollen Positionen und in der Selbstständigkeit.

Beziehungen

Missverständnisse als Muster erkennen.

Vergesslichkeit, Impulsivität und schwankende Aufmerksamkeit belasten Partnerschaften und Freundschaften. In der Therapie entwickeln Sie Kommunikationsstrategien und einen entlastenden Umgang mit wiederkehrenden Konflikten.

Ablauf

Vier Schritte durch die Therapie.

01
Erstgespräch & Zielklärung

Ein 50-minütiges Gespräch über Ihre Beschwerden, Ihre Vorgeschichte und Ihre Ziele. Wir klären, was Sie im Alltag am meisten belastet und wie eine Therapie darauf antworten kann.

02
Abklärung, falls nötig

Liegt noch keine gesicherte Diagnose vor, folgt eine psychologische Abklärung: standardisierte Aufmerksamkeits- und Arbeitsgedächtnistests, Fragebögen und ein klinisches Interview — inklusive schriftlichem Befundbericht. Mit bestehender Diagnose entfällt dieser Schritt.

03
Therapiephase

Im Zentrum stehen konkrete Strategien: Selbstorganisation, Umgang mit Aufschieben, Emotionsregulation, Reizverarbeitung und Kommunikation. Wir üben, übertragen ins echte Leben und passen an, was nicht funktioniert.

04
Stabilisierung & Transfer

Zum Abschluss sichern wir, was wirkt: Routinen festigen, Rückfallsituationen vorbereiten, bei Bedarf die Zusammenarbeit mit psychiatrischer Behandlung abstimmen. Die Abstände zwischen den Terminen werden größer.

Fragen & Antworten

Was Klient:innen häufig fragen.

Transparenz vor dem ersten Termin — eine Übersicht zu Symptomatik, Indikation, Methoden, Dauer und Kosten der ADHS-Therapie in München. Klicken Sie eine Frage an, um die ausführliche Antwort zu lesen.

ADHS bei Erwachsenen verstehen

ADHS ist eine neurobiologisch bedingte Störung der Selbstregulation. Bei Erwachsenen zeigt sie sich anders als bei Kindern.

Statt sichtbarem Zappeln stehen innere Unruhe, Konzentrationsprobleme unter Belastung, Schwierigkeiten mit Planung und Priorisierung, chronisches Aufschieben und erhöhte Reizbarkeit im Vordergrund. Gleichzeitig erleben viele Betroffene Phasen extremer Konzentration (Hyperfokus) — meist bei Themen, die sie wirklich interessieren.

ADS ist eine veraltete Bezeichnung für die Form ohne Hyperaktivität. Heute werden beide Formen unter ADHS zusammengefasst.

In den aktuellen Klassifikationssystemen (ICD-11 / DSM-5) unterscheidet man Präsentationsformen: überwiegend unaufmerksam, überwiegend hyperaktiv-impulsiv oder kombiniert. Bei Erwachsenen — und besonders bei Frauen — überwiegt häufig die unaufmerksame Form. Genau deshalb wird sie oft erst spät erkannt.

Für wen ist ADHS-Therapie sinnvoll?

Wenn ADHS-Symptome Ihren Alltag, Ihren Beruf oder Ihre Beziehungen spürbar belasten — mit oder ohne bereits gestellte Diagnose.

Besonders hilfreich ist Therapie, wenn Sie lange gut kompensiert haben und nun an Grenzen stoßen, wenn Medikation allein nicht ausreicht oder wenn zusätzliche Belastungen wie Erschöpfung, Depression oder Angst hinzugekommen sind.

Ja. Maßgeblich ist nicht, wie gut jemand nach außen funktioniert, sondern wie hoch der innere Aufwand dafür ist.

Viele Betroffene gelten als hochfunktional und leiden erheblich unter Daueranspannung, Selbstzweifeln und dem Gefühl, ständig gegen sich selbst zu arbeiten. Genau dort setzt Therapie an.

Ablauf und Methoden der Therapie

Nach dem Erstgespräch — und falls nötig einer Abklärung — arbeiten wir in regelmäßigen Sitzungen an konkreten Alltagszielen.

Im Mittelpunkt stehen kognitiv-verhaltenstherapeutische Methoden: Analyse typischer Problemsituationen, Aufbau von Struktur- und Planungssystemen, Techniken gegen Aufschieben, Achtsamkeits- und Regulationsübungen sowie Arbeit an Selbstbild und Selbstwert. Zwischen den Sitzungen erproben Sie das Erarbeitete im Alltag.

Das hängt von Zielsetzung und Begleitproblematik ab — häufig sind es mehrere Monate mit wöchentlichen oder zweiwöchentlichen Sitzungen.

Fokussierte Anliegen wie Selbstorganisation lassen sich oft in einem überschaubaren Rahmen bearbeiten. Kommen Depression, Ängste oder langjährige Selbstwertthemen hinzu, ist mehr Zeit sinnvoll. Wir überprüfen den Verlauf regelmäßig gemeinsam.

Diagnostik als Teil der Behandlung

In der Regel zwei bis drei Termine mit standardisierten Testverfahren und einem klinischen Interview.

Geprüft werden Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit, ergänzt durch Selbst- und Fremdbeurteilungsbögen zur Symptomatik in Kindheit und Erwachsenenalter. Zugleich klären wir differentialdiagnostisch ab, was ähnliche Beschwerden erklären könnte.

Ja. Der Bericht dokumentiert Testergebnisse, klinische Einschätzung und Diagnose nach ICD-11.

Nutzen können Sie ihn für die Einleitung einer medikamentösen Behandlung beim Psychiater, für Nachteilsausgleiche in Studium oder Beruf sowie als Grundlage der weiteren Therapie.

Kosten und Organisation

Abgerechnet wird nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP), pro Sitzung.

Kommt eine Abklärung hinzu, entstehen zusätzliche Kosten für Testsitzungen, Auswertung und Befundbericht. Eine konkrete Kostenschätzung für Ihre Situation erhalten Sie im Erstgespräch.

Leistungen einer Privatpraxis werden von gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht übernommen.

Privatversicherte können die Kosten je nach Tarif einreichen — bitte klären Sie das vorab mit Ihrer Versicherung. Als Selbstzahler haben Sie den Vorteil kurzer Wartezeiten, zeitnaher Termine und keiner erforderlichen Überweisung.

Fundierte Qualifikation.
Erfahrung aus Praxis, Klinik und Forschung.